Do 29. Aug. 18.00 Uhr:
Jazzy Troubadours
"Deux Mondes" heisst die aktuelle CD der Jessica Goodwin-Claudio Rugo Band: Zwei Welten, Bossa Nova und Jazz, die sich durchdringen. Unerhört leicht und geschmeidig, mit feinen Zwischentönen und erdigen Rhythmen. Sängerin Jessica Goodwin hat eine wunderbare Stimme, die mit ihrem dunkel-sanften Timbre wie geschaffen ist, den Kompositionen zusätzliche Farben und ein Flair von Pop zu verleihen. Claudio Rugo, ein gebürtiger Italiener, studierte Jazz in Fribourg. Dort wohnt er seit vielen Jahren und unterrichtet Musik. Seine Vorliebe gilt der brasilianischen Musik, mit der er sich intensiv beschäftigt hat, so auch in Brasilien selber, wo er während zwei Jahren lebte und in Rio, Fortaleza und Brasilia klassische Gitarre studierte. Rugo ist auch als Komponist und Arrangeur tätig und in zahlreichen Projekten engagiert.
Jessica Goodwin voc, Cludio Rugo g, Dudu Penz b, Fabio Freire perc
Fr 30. Aug. 18.00 Uhr:
Drumpet
Ihr Sound klingt teilweise schon im Namen an: Drums und Trompete. Aber da ist noch mehr. Sowohl Christoph Gautschi (Drums) wie Christian Simmen (Trompete) setzen Samples ein, und mit der jungen Tatiana Ferraro ist auch eine Sängerin dabei, die mit ihrer kraftvollen Stimme und ihrem Charisma die Musik neu erdet. Drumpet spielen mit Loops und Breakbeats, sie lassen es pulsieren und grooven, sie filtern Klänge und verfremden, bis sich die Formen von jazzigem Interplay und sphärischen Soundbildern zu einem guten Sog verdichten. Arrangierte Teile wechseln sich ab mit freien Improvisationen, aber deswegen muss man nicht sitzen bleiben, der Sound kickt ohne weiteres zum Tanzen. Gautschi und Simmen sind Absolventen der Musikhochschule Luzern und mit Drumpet auf einem guten Weg, Jazz und Elektronik-Sound so zu kreuzen, dass beide Spielweisen einander auf neuartige Weise hörbar machen.
Christoph Gautschi dr,samp, Christian Simmen tp,sampl, Tatiana Ferraro voc
Sa 31. Aug. 12.00 Uhr:
Pareglish
Wer mit Schwyzerörgeli und Volksmusik eher Mühe bekunden sollte, müsste sich mal ein Konzert von Pareglish anhören. Seine Ohren würden frisch gewaschen. Die Innerschweizer Formation, die 1998 mit dem Prix Walo ausgezeichnet wurde, erobert mit ihrer fein abgestimmten, mal ungestümen, mal wehmütigen, aber immer augenzwinkernden, grenzüberschreitenden und lebensfrohen Mischung aus verschiedensten Volksmusiken die Herzen der Zuhörenden im Nu. Ihre letzte "Bärgwärch" enthält ein breites Spektrum an traditionellen Liedern und Eigenkompositionen, in denen neben schweizerischen und alpinen Melodien und Harmonien auch fernere Gegenden wie Finnland, Slowenien oder Südosteuropa musikalisch durchstreift werden. Dazu kommen sanfte Zugaben von Rock, Funk, Jazz und Elektronischem. Pareglish stehen für einen ebenso herzerweichenden wie lüpfigen Crossover, an dem auch die abgebrühtesten Seelen wieder genesen.
Dani Häusler cl, Markus Flückiger schwyzerörgeli, Bruno Muff p,harm,synth, Hans Muff b
So 1. Sept. 12.00 Uhr:
Gruppe 6
Gruppe 6 ist eine junge Formation, die erst seit knapp einem Jahr besteht. So bunt zusammengewürfelt, wie die sechs Musiker, scheint zunächst auch die Musik, und das ist ein Kompliment. Das Sextett um den Trompeter Manuel Mengis spielt längere Stücke, die dramaturgisch zusammen hängen und trotzdem sehr abwechslungsreich sind. Da sind die Klangfarben von Rockbesetzung und drei (Jazz-)Bläsern, da sind aber auch die oftmals fast klassisch anmutenden Strukturen der Kompositionen. Grössere Teile sind komponiert, mit Motivketten und Melodien, die in immer neuen Formen wiederkehren, währenddessen sich auch der übrige Sound stets wandelt. Dabei werden die verschiedensten Emotionen wach gerufen, vom anmutig Beschaulichen bis hin zum Schrägen und Wilden. Kein Wunder: Die sechs Musiker bringen unterschiedliche Hintergründe mit. Hardcore. Klassik. Rock. Jazz.
Achim Escher as, Manuel Mengis tp, Christoph Erb ts, Marcel Stalder e-b, Tobias Schramm dr, Flo Stoffner g
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